Erasmusprojekt mit Gästen der IES La Malladeta aus Spanien
Besuch bei Eder Gartenarchitektur in Kundl
Am Mittwochnachmittag stand ein weiterer spannender Programmpunkt auf dem Programm. Gemeinsam mit unseren spanischen Gästen und unseren Schülerinnen und Schülern besuchten wir die Firma Eder Gartenarchitektur in Kundl.
Der Aufenthalt von 14:00 bis 16:00 Uhr war äußerst informativ und bot viele interessante Einblicke in die betriebliche Praxis. Die Teilnehmenden erhielten einen guten Überblick über die Abläufe im Unternehmen sowie über die Planungsprozesse bei der Gestaltung von Gärten und Außenanlagen.
Im Rahmen einer Führung über das Firmengelände konnten zahlreiche, teilweise bereits sehr große Pflanzen besichtigt werden, die dort für Kundinnen und Kunden gelagert und zur Auswahl bereitgestellt werden.
Zum Abschluss wurden wir mit einer Jause versorgt, die Gelegenheit zu einer angenehmen und interessanten Unterhaltung bot. Neben dem fachlichen Austausch stand dabei auch das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund.
Begleitet wurde die Gruppe von den Lehrpersonen Emanuel Hinterholzer und Bettina Wurzrainer, die den Besuch organisatorisch und pädagogisch unterstützten.

Einblicke in den Gemüsebau Müsigang in Thaur
Am Donnerstagvormittag, besuchten wir gemeinsam mit unseren spanischen Gästen den Gemüsebau Müsigang in Thaur. Dort erhielten Aaron García González, Salvador Costa González eine äußerst interessante und beeindruckende Führung durch den Betrieb.
Ein herzliches Dankeschön gilt Georg Müsigang, der uns mit viel Fachwissen und Begeisterung durch den Betrieb führte. Besonders beeindruckt waren alle Teilnehmenden vom professionellen Anbau auf den Feldern.
Auch die moderne Sortieranlage und das gut organisierte Vertriebssystem hinterließen einen bleibenden Eindruck. Die Verbindung von traditioneller landwirtschaftlicher Arbeit mit zeitgemäßer Technik zeigte eindrucksvoll, wie innovativ regionale Landwirtschaft heute sein kann.

Einblicke in die Floristik und den Tiroler Gartenbau
Am Freitag stand ein abwechslungsreiches Programm auf dem Plan, das unseren Gästen Aaron und Salvador weitere vielfältige Einblicke in die Tiroler Gartenbau- und Floristikbranche sowie in die Ausbildung an unserer Schule ermöglichte.
Der Vormittag begann mit einem Besuch der Gärtnerei Jägerbauer in Innsbruck. Ruth und Christian nahmen sich viel Zeit, um ihren Betrieb vorzustellen und den Gästen einen umfassenden Einblick in die Produktion und Vermarktung zu geben. Besonders beeindruckt waren die Besucher von der großen Vielfalt an Pflanzen, die im Eigenanbau produziert werden.
Ein besonderes Highlight der Führung war der Einsatz von Nützlingen im Pflanzenschutz. Die nachhaltige und umweltschonende Arbeitsweise zeigte eindrucksvoll, wie moderne Produktion und ein verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen miteinander verbunden werden können. Ebenso beeindruckend waren die Größe des Betriebes sowie die Kombination aus Gärtnerei, Floristik und Gemüseverkauf.
Anschließend führte der Weg in die Innsbrucker Innenstadt. Dort besichtigten wir einige Sehenswürdigkeiten sowie verschiedene Blumengeschäfte. Im Vergleich zur großzügigen Struktur der Gärtnerei Jägerbauer wurde deutlich, wie unterschiedlich die Rahmenbedingungen im städtischen Bereich sind. Aufgrund hoher Mietkosten verfügen Blumengeschäfte in der Stadt meist über deutlich kleinere Verkaufsflächen. Umso wertvoller waren die Einblicke, die Brigitte Hainy und Andreas Lanzinger in den Arbeitsalltag eines Blumenfachgeschäftes ermöglichten.
Am Nachmittag stand schließlich die Ausbildung an unserer Schule im Mittelpunkt. Aaron und Salvador hatten die Möglichkeit, den fachpraktischen Unterricht der 1. Klasse sowie den Pflanzenkundeunterricht der 3. Klasse zu besuchen. Der Austausch mit Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schülern bot spannende Einblicke in die Ausbildung im Bereich Floristik.
Internationaler Austausch als wertvolle Erfahrung
Der Besuch von Aaron García González und Salvador Costa González von der IES La Malladeta war für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung. Neben den vielen fachlichen Einblicken standen vor allem der internationale Austausch, das gegenseitige Kennenlernen und das gemeinsame Lernen im Mittelpunkt.
Solche Erasmusprojekte leisten einen wichtigen Beitrag dazu, den Blick über den eigenen Tellerrand zu erweitern, neue Perspektiven kennenzulernen und voneinander zu lernen.
